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Hintergrundwissen

Was mir wichtig ist

Im Handwerk, zumindest so wie ich es verstehe und lebe, gibt es ein paar Dinge, die mir besonders wichtig sind im täglichen Umgang mit Holz. Dadurch unterscheidet sich meine Fertigung von vielen anderen "Handwerksbetrieben".

Der Rohstoff Holz soll so natürlich wie möglich verarbeitet werden. Spanplatten und MDF Platten scheiden kategorisch aus. Und das selbst geschlagene und aufgetrennte Holz ist mir immer noch das liebste. Aber ich kaufe auch Edelholzreste aus Sägewerken oder tausche mit anderen Holzliebhabern.

Um die Schönheit des Holzes zur vollen Geltung zu bringen, benötigt man ein möglichst glattes Oberflächen-Finish. Doch nicht die geschliffene Fläche, sondern der perfekte Schnitt mit sehr scharfem Werkzeug lässt mein Herz höher schlagen.

Sollte das Holz dennoch einen Schliff erfordern, so wird es in mehreren Schritten geschliffen und gewässert. Genau so wird im Anschluss auch in mehreren Schichten geölt, gewachst, poliert.

Als Oberflächenschutz verwende ich keine Lacke und Fertigprodukte, sondern mische nach meinen Bedürfnissen selbst pflanzliche Wachse, Öle und Harze zusammen.

Die Mühe zahlt sich aus! Die seidige Haptik und der Orangen-Duft meiner Naturprodukte begeistern die Kunden immer wieder.


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Wie alles begann

Als ich zum ersten mal die heutige Werkstatt in der alten Blockstube betrat, wuchsen innen die Disteln bis auf Fensterhöhe.

Der blanke Lehm bildete den Fußboden und die hölzernen Wände wurden über die Jahrzente nur immer wieder dick überstrichen.

Viele viele Wochen verbrachte ich von Frühling bis Herbst 2009 damit, die gute Stube wieder aus ihrem Winterschlaf zu holen. Insgesamt 100 Kg Farb- und Schleifreste entfernte ich von den Wänden, Fenstern und der Decke.

Die Eingangstür zur Stube bildete eine DDR-Kabak-Tür die ich durch eine Massivholz-Tür mit 4 Füllungen ersetzte. Diese fertigte ich komplett mit Handwerkzeug und passte sie stilistisch dem Haus an.

Eine zweite Eingangstür bekam eine neue Zarge und Schwelle verpasst. Die Zimmerei Bühler verlegte eine Lärchendielung und der örtliche Elektriker Käsche verstand es die Strom- und Lichtanlagen unauffällig einzubinden.

Zu Beginn nur mit reinem Handwerkzeug und einer Hager-Drehbank ausgestattet, rüstete ich den Maschinenpark über die Jahre weiter auf.
Zum wirtschaftlichen Zurichten der Rohlinge verwende ich heute auch eine Scheppach Bandsäge, Abricht und Dickten-Kombination und eine Tischkreissäge.

Neben der Blockstube im Innenbereich habe ich alle Fenster in der Stube neu verkittet und zerbrochene Scheiben gewechselt. Die vordere und hintere Eingangstür sind ebenfalls schon restauriert.

Aber die restliche Bausubstanz des Hauses ist noch immer unverändert, derzeit kämpfe ich gegen die große braune Ross-Ameise, die der Blockstube gefährlich wird. Dieses Jahr möchte ich noch eine der Blockstubenwände auch außen und am Fundament repariert und fertig restauriert haben.

Umgebindehaus - Ein Lebenswerk....


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Archiv

Dreadperlen - Jetzt neu im Atelier

Ein lang gehegtes Projekt geht nun endlich online, mein eigener Shop für Dreadschmuck: dreadperle.de

 

Ich biete hochwertige Holzperlen für Dreadheads an. Denn wer kennt es nicht, die Billig-Dreadperlen nutzen sich extrem schnell ab und sind meist schon nach einem Jahr matt und farblos. Das kann mit meinen Dreadperlen nicht passieren, die mit Naturölen behandelten Holzperlen lassen sich bei Bedarf ganz einfach wieder aufpolieren und bleiben durch die Maserung viele Jahre ein wunderbarer Blickfang. Alle Perlen werden von Hand in meiner Werkstatt gefertigt und bleiben somit echte Unikate.

Die Dreadperlen biete ich in verschiedenen Formen und Holzarten für alle Durchmesser an. Wie immer sind Sonderanfertigungen kein Problem und auch Exotenholz und verleimte Hölzer mit ausgefallenen Mustern mache ich zu Lieblings-Perlen.

Wer denkt, dass Holzschmuck langweilig ist, der darf gern mal in den verschiedenen Formen und Farben stöbern, ich finde es immer wieder faszinierend, wie vielseitig der Werkstoff Holz ist!

Hier kommt ihr zum Dreadshop mit Dreadperlen (und bald noch mehr) und zur Facebook-Seite

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Tag des offenen Denkmals 2016

Alle Infos zum Tag des offenen Denkmals findet Ihr hier.



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Neue Webseite geht online

Hiermit geht meine neue Webpräsenz online.


Ich hoffe sie gefällt euch. Bitte habt Verständnis werte Besucher, wenn sich hier und da noch ein Schreibfehler versteckt oder eine Seite nicht richtig angezeigt wird.

Neben aktualisierten Texten und Bildern ist nun auch ein Blog hinzu gekommen in dem ihr kurze Berichte zu meinen Handwerker-Aktivitäten nachlesen könnt.

Wenn ihr Fehler auf der neuen Seite ausmacht, würde ich mich über euer Feedback freuen! Schon was gefunden? Dann schreibts gleich in die Kommentare darunter!





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Kettensägenschnitzer Treffen auf dem Beckenberg

Zum 5. mal trafen sich Kettensägenschnitzer aus aller Welt in Eibau auf dem Beckenberg am verlängerten Wochenende um Himmelfahrt.

Zum ersten mal hatte ich dort nun die Möglichkeit auch meine Drechselarbeiten vorzustellen. Neben fertigen Produkten war natürlich auch wieder die  manuelle Drechselbank dabei.

An jeder Stelle wurde auf dem Berg gesägt, geschnitz, bemalt und gefachsimpelt. Die Künstler kamen nicht nur aus den umliegenden Ländern sondern auch von weiterweg wie Japan und Canada.

Zum Nachmittag gab es Auktionen wo die Skultpuren, die im Speedcarving entstanden sind gleich versteigert wurden.

Auch für mich war es ein schönes und sehr spannendes Event, mit vielen interessierten Besuchern und alten Freunden.

Wenn es die Zeit zulässt, bin ich nächstes Jahr auch wieder mit dabei!


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Spectaculum Citaviae

Einen Tag vor Männertag, hieß es wieder "mittelalterliches Zittau" zum 17. Spectaculum Citaviae in der Innenstadt des Dreiländerecks.

Handwerker, Musiker und Gauckler gab es an jeder Straßenecke zu bestaunen. Die Zittauer Anwohner und Besucher aus der gesamten Oberlausitz schlenderten in Scharen, zum teil in historischer Kleidung, durch die Gassen.

Mit der umgebauten Naumann-Nähmaschine zur Drechselbank war mein Stand wieder ein Blickfang für viele Besucher. Kinder wurden mit Spänen beworfen und Erwachsene beim drechseln des "gefangene Rings" ins Staunen versetzt.

Den Abschluss des kurzweiligen Abends bildete das Feuerwerk über dem Salzhaus. Und auch wenn einige Alt-Eingesessene meinen, das Spektakel wird jedes Jahr kleiner, so war es doch ein toller Markt und ich wäre auch nächstes Jahr wieder gern mit dabei.



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Frühlingsmarkt Faktorenhof

Die Marktsaison begann mit dem Frühlings und Handwerkermarkt auf dem Faktorenhof.

Das Wetter stellte sich zwar von Anfang an gegen uns und wir mussten aufgrund von Regen und Sturm den Marktstand zwei Stunden eher abbauen, aber die Besucher und Händler ließen sich nicht vergraulen.

In den Sonnigen Momenten führte man die typischen Dorfgespräche oder kam über die Produkte zum Fachsimpeln.

Meine Drechselbank nach Davincis Vorbild, lenkte wieder viele Blicke auf sich und so schaffte ich es auch in einen Kleinen Artikel der Sächsischen Zeitung.

Aber lest und seht selbst.


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